Donnerstag, 15. März 2018

Kapitel 14


Sie kroch heimlich hinter das Haus, wo sie ein Fenster bemerkte, von dem ein Lichtstrahl ausging. Als sie an dem Fenster eintraf sah sie darin die dunkele Gestalt eines Manns, der vor einem Grammofon stand. Der Mann trug einen langen Mantel und einen Filzhut, und er hielt eine Zigarette zwischen seinen Finger, die er nachdenklich rauchte. Der Rauch wehte als ein ominöser Dunst um ihn herum, der seine Gesichtszüge vernebelte, trotz des Lichts. Frau Brzęczysczykiewicz beobachtete verstohlen ihn. Obwohl sie sich ziemlich nervös fühlte, war sie auch neugierig darauf, die Identität dieses Manns zu entdecken. Die Musik von Hans Zimmer spielte immer noch.

Plötzlich klopfte jemand an die Tür. Frau Brzęczysczykiewicz zuckte vor Überraschung zusammen. Der Mann ging an die Vorderseite des Hauses, um die Tür zu öffnen, und er verschwand aus ihren Blickfeld.

Frau Brzęczysczykiewicz hörte die Stimmen, die sich herzlich begrüßten.

„Ah, Hallo, mein Bruder! Wie geht es Ihnen?“

„Mir geht es gut, danke, danke. Und Sie?“

„Ja, ich auch. Kommen Sie herein!“

Frau Brzęczysczykiewicz hörte die Fußstapfen und bald sah sie die Gestalt eines anderen Manns, der in dem Zimmer hineinkam. Er trug eine braune Lederjacke. „Das ist seltsam,“ dachte Frau Brzęczysczykiewicz. „Warum schaltet er nicht das Grammofon aus?“ Trotzdem fing der Mann schon an, zu sprechen.

„Also, haben Sie Nachrichten?“

„Ja. Sie werden ganz froh zu hören, dass es ist ihnen gelungen, die Bombe bei der Kantonspolizei Bern hinzustellen.“

Die Augen von Frau Brzęczysczykiewicz wurden breiter. Das war die Polizeiwache, wo Alphons Clenin gearbeitet hatte!

„Es liegt nun bei Ihnen, der Befahl zu geben, und ihrer preziöse Bollwerk der Repression wird explodiert werden.“

Der Mann mit dem Mantel lachte. „Und wir werden diese selbstgerechten, selbstherrlichen Bullen ausrotten.“

„Genau.“ Sein Partner lächelte.

Frau Brzęczysczykiewicz entschied sich, dass sie genug gehört hatte. Es war an der Zeit, diese neuen aber schrecklichen Informationen ihrem Chef zu erstatten.

Sie fing deshalb an, zu der Vorderseite des Hauses zu kriechen. Als sie die Veranda erreichte öffnete die Tür sich jedoch. Der Mann mit dem Mantel in der Türöffnung stand.

„Guten Abend,“ sagte er. „Sind Sie unser Neuling?“

„Uh…ja. Das bin ich,“ erwiderte Frau Brzęczysczykiewicz spontan.

„Ah. Das habe ich mir schon gedacht. Kommen Sie herein, bitte. Wir müssen mit dir reden. Es gibt noch soviel Dinge zu führen.“

„Ja…ok. Natürlich,“ sagte Frau Brzęczysczykiewicz. Sie trat in das Haus ein, wo die Musik von Hans Zimmer immer noch spielte.

Als die Tür geschlossen wird hat er sie eingeladen, in das Zimmer hinein zu gehen, um den anderen Mann zu treffen.

„Hallo, ich bin der Neuling,“ sagte Frau Brzęczysczykiewicz.

„Guten Abend. Und Sie heißen?“

„Frau Fischer. Ich heiße Sophie Fischer.“

„Frau Fischer. Sehr erfreut.“

Der Mann mit dem Mantel kam in das Zimmer hinein. „Also, ich bin sicher, dass Sie sich schon gut mit unserer Organisation auskennt, Frau Fischer. Oder soll ich anstatt Sie Frau Brzęczysczykiewicz nennen?“

Sie fühlte sofort eine Kälte in ihr. „Wie bitte?“

„Sie kennen gut, was ich meinte. Sie sind Frau Brzęczysczykiewicz, die „beste Detektiv seiner Einheit, oder? Wir wissen alles. Sie dachten, dass Sie hier kommen könnte, um uns zu bespitzeln. Aber hatten Sie Unrecht. Sie sind in eine Falle geraten! Diese Musik von Hans Zimmer, die Sie jetzt hören, begründet ein Signal—ein Signal, das alle die Mitglieder unserer Organisation anruft, hier zu kommen, um an unserer heimlichen Sitzung teilzunehmen.“

Plötzlich gab es ein Klopfen an der Tür.

„Das wäre unsere anderen Brüder. Sie sind tot.“ Der Mann lachte.

Er öffnete die Tür. Ein Gewehrschuss erschallte und der Mann mit dem Mantel fiel zu Boden. Frau Brzęczysczykiewicz reagierte schnell und zog ihr Gewehr aus. Bevor der Mann mit der Lederjacke reagieren konnte hat sie schon ihn erschossen. Sie wendete sich und sah seinen guten Freund Friedrich Teller in dem Eingang.

„Ich dachte, dass du wahrscheinlich ein bisschen Hilfe brauchen würdest.“ Er blinzelte.

Frau Brzęczysczykiewicz lächelte vor Erleichterung. „Dankeschön, Friedrich. Ich wusste immer, dass ich auf dich mich verlassen konnte.“



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